 Die Geschichte Helgolands
 Helgoland vor 1500
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|  Helgoland bei schwerer See, Foto: F. Schensky
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Helgoland war schon immer eine Reise wert. So dachten aber bestimmt nicht die ersten Menschen, die vor ca. 6000 Jahren die Insel, die damals vermutlich noch mit dem nordfriesischen Festland verbunden war, bevölkerten.
Im Jahr 692 taucht Helgoland dann erstmals in den erhaltenen Urkunden auf. Damals nannte es der Bischof Willibrod von Utrecht noch "Forsetisland" und versucht die Einwohner zu christianisieren.
1356 fällt Helgoland zu Dänemark, ab dem Ende des 14. Jahrhunderts benutzen die Vitalienbrüder, die bekanntesten von ihnen Gödecke Michels und Klaus Störtebeker, die Insel als Unterschlupf. 1401/02 können die Hamburger unter der Führung Simon von Utrechts die Piraten vor Helgoland besiegen. Klaus Störtebeker und viele seiner Kameraden werden in Hamburg hingerichtet. 
| Helgoland nach 1500
Mitte des 17. Jahrhunderts beginnen die Helgoländer mit dem Lotsenwesen, 1685 wird das erste Lotsenexamen eingeführt.
Im Jahr 1689 wird Helgoland an Schleswig-Gottorf abgetreten.
1707 wird die erste Treppe zwischen Unter- und Oberland errichtet.
Nach einem schweren Bombardement wird Helgoland erneut dänisch.
In der Silvesternacht 1720/21 durchbricht eine schwere Sturmflut den "Woal", der die Düne mit Helgoland verbindet. Seit dem ist die Düne von Helgoland getrennt.
1756 wird das Loswerfen ("Börte machen") bei den Helgoländer Lotsen eingeführt.
Ab 1806 floriert der Schmuggel über Helgoland, da es einer der wenigen Wege ist, die Kontinentalsperre zu umgehen.
Großbritannien erobert 1807 Helgoland. Die Insel wird damit zur Kronkolonie. |
 Helgoland wird Seebad
Auf die Initiative von Jacob Andresen Siemens hin wird Helgoland zum Seebad. Zuerst noch von allen belächelt zählt man im ersten Jahr immerhin 100 Gäste.
1830 schreibt Heinrich Heine seine "Briefe aus Helgoland" auf der Insel.
Hoffmann von Fallersleben dichtet kurz darauf im Jahr 1841 auf Helgoland das "Deutschlandlied".
Im Jahr 1849 gibt es ein schweres Seegefecht zwischen Dänemark und dem deutschen Bund vor Helgoland.
1864 findet erneut eine Seeschlacht vor Helgoland statt, diesmal allerdings zwischen Dänemark und Österreich. Österreich eilte dem Ruf der Preußen zu Hilfe. Diese Schlacht war die letzte, die ausschließlich mit Holzschiffen ausgetragen wurde.
1866 wird der Seebäderdienst aufgenommen.
Der erste Fahrstuhl zwischen Unter- und Oberland wird 1885 in Betrieb genommen.
Am 10. August 1890 erhält das deutsche Reich Helgoland von Großbritannien im Tausch gegen Sansibar und Wituland (Ostafrika) zurück. Helgoland wird sofort zum Marinestützpunkt ausgebaut.
1892 wird die biologische Anstalt auf Helgoland gegründet.
Die Vogelwarte wird 1910 in Betrieb genommen. 
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